(08.09.2011) In der ersten Heizperiode hat die Anlage ihre Feuerprobe
bestanden und zum 30.09.2011 erfolgt die erste Nahwärmeabrechnung, auf die alle
Anschlussnehmer mit Spannung warten. Seit Anfang Juli 2011 ist
planungsgemäß nur der kleine 48-kw-Holzkessel in Betrieb und hat für die
Warmwasserbereitung der Gebäude gesorgt. Seit Inbetriebnahme beider Holzkessel
im November 2011 erzeugten diese fast eine Dreiviertel Million kwh Wärme. Dieses
Ergebnis ist, angesichts der Brennstoff- und Kesselprobleme in den ersten
Wochen, eine gute Leistung.
Die Hackschnitzel werden in Containern geliefert
(02.02.2011) Bei der Wärmeerzeugung aus Holz verfügt die Gemeinde Körle über
eine zehnjährige Erfahrung, denn seit dem Jahr 2001 ist das Heizwerk „Auf dem
Hollunder“ in Betrieb. Im Oktober letzten Jahres wurde die neue Heizungsanlage
für die Ortsmitte in Betrieb genommen.
Von der Heizzentrale in der
ehemaligen Bauhofhalle in der Guxhagener Straße werden seitdem 35 Gebäude mit
Wärme versorgt, unter anderem das Rathaus, die Feuerwehr und das Gasthaus „Zur
Krone“. Bei den äußerst frostigen Temperaturen im Dezember konnte die Anlage
schon zeigen, was in ihr steckt und hat seither die „Feuerprobe“ bestanden.
Wenngleich auch bei der neuen Anlage Holzhackschnitzel zur Wärmeerzeugung
genutzt werden, sind die Konzeptionen der beiden Heizungsanlagen doch
unterschiedlich. Bei der Anlage in der Ortsmitte erfolgt die Brennstoffzuführung
mittels einer Federblattaustragung und Förderschnecken, während die Anlage für
das Baugebiet „Auf dem Hollunder“ mit hydraulischen Schubböden arbeitet. Die
beiden neuen Holzkessel für die Ortsmitte (220 kw und 48 kw) benötigen einen
qualitativ hochwertigeren Brennstoff, während die ältere Anlage mit Störstoffen
(wie z.B. längeren Holzstücken) problemlos läuft. So wurden in den ersten
Betriebswochen des neuen Heizwerks wichtige Erfahrungen gesammelt. Die Auswahl
des richtigen Brennstoffs stand auch in Zusammenhang mit der Frage, ob auf die
geplante Lagerhalle möglicherweise verzichtet werden kann. Angesichts des frühen
Wintereinbruchs Ende November wurde daher auf einen Baubeginn für die Halle im
alten Jahr verzichtet, um zunächst verschiedene Brennstoffqualitäten zu testen.
Eine Lagerhalle wäre nämlich dann überflüssig gewesen, wenn die Hackschnitzel
direkt in den Lagerraum hätten befördert werden können. So bietet z.B. ein
großer Holzlieferant aus dem Harz so genannte „Hackschnitzelpumpen“ an, mit
denen das Material wie Holzpellets eingeblasen wird. Nach den Probelieferungen
der vergangenen Wochen von insgesamt vier verschiedenen Holzlieferanten steht
nun fest, dass die geplante Lagerhalle nötig und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Bis zum Frühjahr dient der Bolzplatz als provisorischer Lagerplatz. Eine
offizielle Einweihung mit einem Tag der offenen Tür wird dann nach
Fertigstellung der Lagerhalle stattfinden.
Das neue Nahwärmenetz zur Versorgung von 35 Gebäuden im Ortszentrum
wurde Mitte September befüllt und in Betrieb genommen. In der 38. KW werden die
ersten Hausanschluss-Stationen in Betrienb genommen, so dass die ersten Gebäude
mit Wärme beliefert werden können. Die Wärmeerzeugung erfolgt zunächst noch mit
dem Öl-Spitzenlastkassel. Voraussichtlich im Oktoebr werden die beiden
Holzkessel Wärme liefern. Aufatmen können auch die Bewohner der Ortsmitte,
denn die Pflaster- und Asphaltflächen werden momentan auch wieder hergestellt.
Weitere Informationen und Bilder zum Projekt finden Sie
hier
Grundsätzlich besteht für die Anschlussnehmer der Nahwärmeversorgung (NWV)
die Möglichkeit , ein Leerrohr für eine spätere Glasfaserverkabelung bis ins
Haus legen zu lassen. Die Netcom als Betreiber des Glasfaserkabelnetzes in Körle
hat die Baufirma Knauf mit der Installation der Leerrohre beauftragt. Die
Installation des Leerrohres inkl. der Hauseinführung wird lt. Mitteilung der Fa.
Knauf mit einer Pauschale von 220,- Euro zzgl. Mwst. berechnet.
Sollten Sie ein Glasfaser-Leerrohr wünschen, wenden Sie sich bitte direkt an
Herrn Knauf Tel. 0177 2695092.
Hintergrund: Bei einem späteren Ausbau des Glasfaserkabelnetzes können die
Anschlussnehmer in der Ortsmitte ohne weitere Bauarbeiten so genanntes "fiber to
the home" erhalten, d.h. Glasfaserkabel bis ins Haus. Damit gibt es praktisch
keine Begrenzung der Bandbreiten für Internetnutzung, Multimedia etc.
mehr
Nachdem die Gemeinde Körle schon seit dem Jahr 2000 eine Nahwärmeversorgung
auf Biomasse-Basis für das Baugebiet "Auf dem Hollunder" betreibt, startete nun
das zweite Projekt für den Innerortsbereich: Hier baut die Gemeinde Körle
eine Nahwärmeversorgung, an die voraussichtlich 35 Gebäude angeschlossen
werden. Der Baubeginn war eigentlich schon für das Jahr 2009 geplant, wegen
Verzögerungen bei der Förderung und einer zweiten Ausschreibung wird das
Bauvorhaben nun in 2010 durchgeführt. Der Gemeindevorstand hat die
Auftragsvergaben bereits beschlossen, mit den Bauarbeiten für das Nahwärmenetz
soll noch im Mai begonnen werden. Anlässlich eines Infoabends am 12. Mai wurden
die Gebäudeeigentümer im Versorgungsgebiet über den Ablauf der Arbeiten
informiert. Spätestens im Oktober 2010 soll die neuen Heizanlage Wärme
liefern.

Versorgungsbereich
in der Ortsmitte von Körle. Netzlänge ca. 1.400 m inkl. Hausanschlüssen

Spatenstich
mit Staatssekretär Mark Weinmeister am 28.05.2010

Zum
Spatenstich gab es Bratwurst und Freibier

Der
Bürgermeister im Gespräch mit der Presse anlässlich des ersten Spatenstichs

Leitungsführung
in der Guxhagener Straße Richtung Ortsmitte

Vollsperrung
des Kirchweges

Graben
im Bereich Rathaus / Gasthaus "Zur Krone"

Leitungskreuzungen
Nahwärme, Wasser, Glasfaserkabel, Strom, Leerrohr

Bauschild
und Behelfsbrücken im Mülmischtal

"Baustellenaufsicht"
in der Kasseler Straße

Erste
Anlieferung von Holzhackschnitzel, provisorisch gelagert auf dem ehem.
Bolzplatz

Teleskoplader
als Vorführgerät lädt Holzhackschnitzel, Im Hintergrund das Heizhaus

Blick
in den Heizraum mit den beiden Fröling-Kesseln 220 kw und 48 kw sowie einem
Viessmann-Ölspitzenlastkessel

Hausanschluss-Station
im Keller des Rathauses