Fahrzeiten des Bürgerbusses

Der Bürgerbus fährt für Sie an folgenden Tagen:

Jeweils Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 09.00 und 12.00 Uhr

innerhalb der Gemeinde Körle. Der Fahrpreis für die einfache Fahrt beträgt 0,75 Euro.
Rufen Sie bitte mindestens 20 Min. bevor Sie zu Hause geholt werden möchten in der
Gemeindeverwaltung an Tel. 05665/9498-18.

10 Jahre Bürgerbus

Jubiläum beim Körler Bürgerbus:  Im Oktober gibt es die Einrichtung schon seit zehn Jahren. Am 04.10.2000 wurde das damals neue Transportmittel der Gemeinde Körle erstmals in Betrieb genommen. Das Leasing des 9-Sitzers wird durch verschiedene Sponsoren der heimischen Umgebung ermöglicht und finanziert. Der Grundgedanke dieser Investition beruht darauf, vor allem älteren Leuten und Menschen ohne eigenes Auto Mobilität zu ermöglichen. Da der Bürgerbus auf Anforderung fährt und die Fahrgäste Fahrtwünsche äußern können, ist es vergleichbar mit einer Taxifahrt. Allerdings ist der Aktionsradius auf das Gemeindegebiet beschränkt, um anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wie z.B. der Regiotram keine Konkurrenz zu machen. Dennoch sollte festgehalten werden, dass es ein sozialer Dienst ist, von dem die Körler Bürger profitieren. 50 Cent kostet eine Fahrt mit dem Bürgerbus, der von ehrenamtlichen Fahrern (s. Bild) aus der Gemeinde ermöglicht wird. Rückblickend auf das vergangene Jahr 2009 ist festzustellen, dass neben den allgemeinen Fahrten an den Tagen Montag, Mittwoch und Freitag (2300 Fahrgäste), der Bürgerbus unter anderem auch an 103 Tagen von Vereinen genutzt wurde.

 

Neuer Bürgerbus in Dienst gestellt


Der in 2009 in Dienst gestellte Bürgerbus

Durch den Ortskern und die Ortsteile rollt er ja schon eine Weile, der neue, gelbe Bürgerbus. Am 10. Dezember 2009 wurde er im Bauhof nun auch offiziell an die ehrenamtlichen Fahrer übergeben.

Dabei hob Bürgermeister Mario Gerhold die neun Bürger hervor, die den Fahrerpool bilden. Ihre Bereitschaft hat das Zustandekommen eines Bürgerbusses maßgeblich beeinflusst. Stellvertretend für seine Kollegen nahm Hubert Weber den Dank entgegen.

Der neue Bus -die Leasingzeit des Vorgänger war nach ca. 90.000 km in fünf Jahren vorbei- ist ein Volkswagen Crafter mit 2,5 Liter TDI-Maschine. Auch er wurde auf fünf Jahre geleast. Man sitzt sehr gut darin, er bietet 8 Passagieren plus Fahrer Platz, und die Mitnahme von einem Rolator oder Einkaufstaschen ist kein Problem. Ausgerüstet ist er mit einer Standheizung, gerade zur kalten Jahreszeit sicher willkommen, wenn er beim Einsatz mal irgendwo ein paar Augenblicke stehen muß. Mit dem öffnen der Seitentür fährt auch eine Trittstufe automatisch aus, die insbesondere älteren Nutzern das einsteigen erleichtert. Für Kopffreiheit sorgt zudem das Hochdach.

Von alledem konnten sich ca. 30 Personen an jenem Donnerstagabend überzeugen. Die meisten von ihnen waren an den Werbeflächen auf dem Fahrzeug beteiligt, und die Einnahmen daraus decken nahezu die Leasingraten ab. Diesmal gab es 36 Werbeflächen, von denen gerade mal 4 noch unbesetzt sind. Übrigens belegen ausschließlich örtliche Betriebe die 32 bereits vergebenen Flächen.

Bürgermeister Gerhold hatte aber noch mehr Erfreuliches parat. So berichtete er, dass seit der Schaffung des Bürgerbusses im Jahr 2000, die Zahl der Passagiere ständig angestiegen sei. Zuletzt nutzten ca 3000 Körler pro Jahr die inzwischen vielerorts kopierte Einrichtung. Und eine ganz wichtige Nachricht ist sicher geeignet diesen Trend aufrecht zu erhalten: auch im neuen Bürgerbus kostet eine Fahrt nur 0,50 €.

Na schön, mag mancher fragen, wie aber nutze ich den Bürgerbus ?  Er verkehrt innerhalb der Gemeinde Montags, Mittwochs und Freitags in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr. Ein Anruf beim Gemeindeamt (05665) 94 98 18 und die beiden "Fahrdienstleiterinnen" Martina Teis und Sonja Dieling, ihnen an dieser Stelle ein kräftiges "Dankeschön", nehmen Fahrwünsche entgegen. Bitte aber bei Terminen mindestens 20 Minuten vorher anrufen. Und was meinen nun Fahrer und Fahrgäste zum neuen Bus ? V. Döring aus dem Fahrerpool stellt lapidar fest: " Der fährt sich gut !"  Der regelmäßige Fahrgast H. Leimbach ergänzt: "Man sitzt prima, wie im alten Bus auch !"

Na denn: "Allzeit gute Fahrt, Körler Bürgerbus !"

Der Bürgerbus wird durch das Engagement der ehrenamtlicher Fahrer ermöglicht sowie durch die Firmen, die auf dem Fahrzeug werben. Folgende Firmen unterstützen den Körler Bürgerbus mit einer Werbung:

Apotheke Alte Schule

Architekturbüro Steyer

Blumen-Zilch

Buhs
Tischlerei und Innenausbau

Bürger Kanal-Rohr-Service

Cafe Mocca

Dippel Transporte GmbH

Dorfbäckerei Schade

Elektro Schmidt

Inh. Manfred Dußl

Fuhrbetrieb Rohleder

Fußfachpflege „Fuß & Fit“

Gasthaus „Zur Krone“

Gaststätte Berglandhalle Körle

Gerüstbau Finis

Glasreinigung Hannes

Gleisner, Katja und
Clobes-Jacob, Sonja

Rechtsanwaltskanzlei

HAGU Dachservive

Heiner Gerhold

Tankstelle und Kfz.-Werkstatt

HKW GmbH

Heizung-, Klima- und Wärmepumpentechnik

Holland-Jobb

Gas-Wasser-Sanitär

Holzbau Dieling

Kilian-Bau

Knauf, Jochen

Maurermeister

König-Immobilien

Landfleischerei Wilke

Nahkauf-Markt

Osterberg Baggerbetrieb GbR

Quitschau & Sohn

Schmoll Maler- und Putzbetrieb

Steffen Rudolph

…der fahrende Kochtopf

Susanne Wölling
Häusliche Krankenpflege

Tischlerei Knauf

Werbeagentur Erbeck

Wölling
Krankengymnastik und Massage

 

Die Entstehung des Bürgerbusses


Die Ortsteile von Körle sowie die entfernt liegenden Wohngebiete verfügten bis zum Jahr 2000 über keine brauchbare Anbindung an das Ortszentrum. Zwar verkehrt ca. dreimal pro Tag ein Schulbus z.B. von Empfershausen nach Körle, doch aufgrund der  ungünstigen Rückfahrmöglichkeiten war dieses Angebot beispielsweise für Einkaufsfahrten älterer Menschen ungeeignet.

Ein Ortsverkehr mit Linienbussen oder ein Anrufsammeltaxi kam aus finanziellen Gründen für die Gemeinde nicht in Frage. So suchte Bürgermeister Gerhold im Jahr 2000 nach einer Lösung, die einen bedarfsgerechten Ortsverkehr mit möglichst geringem Finanzaufwand für die Gemeinde ermöglichen sollte. Angedacht wurde, dass einige ortsbekannte Rentner einen Fahrdienst übernehmen könnten. Zu klären war auch, zu welchen Zeiten, in welcher Form und wie oft der Fahrdienst geboten werden soll. Da uns an einem bedarfsgerechten Angebot gelegen war, wurde eine Fragenbogenaktion gestartet.

Im Ergebnis wurde von der Mehrzahl der Befragten ein Angebot an zwei oder drei Tagen pro Woche als ausreichend erachtet. Der größte Bedarf bestand für Fahrten, um Einkäufe oder Wege zu erledigen. Nach dieser positiven Resonanz auf die Umfrage erfolgte teils durch persönliche Ansprache, teils durch Bekanntmachung im Mitteilungsblatt die Suche nach Fahrerinnen/Fahrern.

In Kürze war ein „Pool“ von acht Leuten zusammen, die sich den Fahrdienst aufteilten. Als Wochentage für das Fahrangebot wurde Montag, Mittwoch und Freitag, von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr festgelegt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde Körle allerdings noch kein passendes Fahrzeug für den Nahverkehr. In Frage kam, auch aus rechtlichen Gründen (Personenbeförderungsrecht etc.), nur ein Kleinbus mit max. 9 Sitzen, denn unsere ehrenamtlichen Fahrer verfügten über keine Personenbeförderungsscheine. So wurde ein Mercedes Sprinter (siehe Bild) ins Auge gefasst. Zeitgleich wurde die rechtliche Seite der Aktion beleuchtet, denn zunächst sollte laut RP und NSE das ganze Vorhaben nach dem Personenbeförderungsgesetz genehmigungspflichtig sein. Unter diesen Umständen hätten die Fahrer vermutlich ihre Bereitschaft zu einem ehrenamtlichen Fahrdienst zurückgezogen, weil sie einen Personenbeförderungsschein hätten nachweisen müssen. Nachdem den zuständigen Behörden klar gemacht werden konnte, dass es sich eher um einen sozialen Dienst handelt und keineswegs um gewerbliche Personenbeförderung, und im übrigen der Bus ausschließlich innerhalb des Körler Gemeindegebietes unterwegs ist, erfolgte schließlich die Mitteilung, unser Vorhaben sei genehmigungsfrei.

Das Fahrzeug wurde über Daimler-Chrysler geleast. Die Finanzierung der Leasingraten erfolgt über Fahrzeugwerbung auf dem Bürgerbus, welche von der Gemeindeverwaltung selbst akquiriert wurden.

Die laufenden Kosten für Kraftstoff, Steuer, Unterhaltung usw. werden durch den Fahrpreis gedeckt, welcher für eine einfache Fahrt nur 50 Cent kostet.

Am 4. Oktober 2000 trat der Bürgerbus seine erste Fahrt an. Seit diesem Tag wird der Bus 3 x pro Woche von den ehrenamtlichen Fahrern gesteuert und hat in dieser Zeit mehrere Tausend Fahrten erledigt. Momentan besteht der Fahrerpool aus 6 Personen, die sich den Fahrdienst aufteilen, d.h. im Durchschnitt ist ein Fahrer alle 14 Tage an der Reihe. Fahrdienst bedeutet konkret, das sich der diensthabende Fahrer kurz vor 09.00 Uhr in der Gemeindeverwaltung meldet, denn hier gehen die Fahrtwünsche der Bürger telefonisch ein. Auf einer Liste werden die Daten (Name, Straße, gewünschte Abholzeit) notiert. Diese Liste wird dem Fahrer übergeben, welcher diese dann „abarbeitet“. Während des Vormittages hinzukommende Fahraufträge werden dem Fahrer per Betriebsfunk übermitteln. Die Fahrgäste vereinbaren mit dem Fahrer selbst, wann Sie wieder nach Hause gefahren werden möchten. Der Service unserer Fahrer geht sogar so weit, dass Getränkekisten schon mal bis in die Wohnung getragen werden.

Die Fahrer erhalten keine Aufwandsentschädigung o.ä, lediglich zu Weihnachten erhalten sie einen Anerkennungsbetrag und werden vom Bürgermeister zum Essen eingeladen.

Von dem Engagement unserer Fahrer profitieren besonders ältere Menschen.
Das selbständige Erledigen von Einkäufen und anderen Wegen hat für Sie einen sozialen Aspekt und auch der örtliche Einzelhandel, der mit den Werbeflächen an der Finanzierung des Fahrzeuges beteiligt ist, freut sich über die Kundschaft.

Durch die Werbeeinnahmen und den Fahrpreis konnte der Betrieb des Bürgerbusses in den vergangenen Jahren für die Gemeinde weitestgehend kostenneutral dargestellt werden.

 

Das Fahrerteam (von rechts): Dieter Werner, Volker Döring, Siegfried Michl, Gottfried Maßmann, Hubert Weber, Bürgermeister Mario Gerhold.

Es gibt zwar eine Stammkundschaft, aber Monat für Monat entdecken auch neue Fahrgäste die Vorzüge des Busses.
 
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Aktualisiert am 23.01.2012